Heimische Schmetterlinge

Distelfalter

(Vanessa cardui)

 

"Maße
Flügelspannweite 45 mm bis 60 mm, Raupenlänge maximal etwa 40 mm.

 

Lebensraum

Distelfalter bevorzugen trockene Lebensräume. Man trifft diese Schmetterlingsart unter anderem auf Trockenrasen an. Darüber hinaus leben sie in Gebieten, in denen es viele Disteln gibt, was sich auch in ihrem Namen widerspiegelt. Im Siedlungsraum lassen sich Distelfalter mitunter in Parks und Gartenanlagen beobachten, sofern sie dort nektarreiche Blüten finden.

Beobachtungszeit
In Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie im restlichen Mitteleuropa fliegen Distelfalter von Mai bis Juli ein.
Abhängig vom lokalen Klima fliegen Distelfalter jährlich in ein bis zwei Generationen. Ist letzteres der Fall, fliegen die Tiere von Juli bis August und dann noch einmal von September bis Oktober.

Raupen der ersten Generation lassen sich in den Gebieten, in denen sich Distelfalter fortpflanzen, im Juni und Juli beobachten. Raupen der zweiten Generation kommen dort im August und September vor.

Die Überwinterung dieser Schmetterlingsart findet in Südeuropa als erwachsener Falter statt.

Verbreitung
Beim Distelfalter handelt es sich um eine Wanderfalterart. Anzutreffen sind diese Tiere in nahezu ganz Europa. Darüber hinaus leben die Tiere in Afrika und Asien. Außerdem kommen sie in Nordamerika sowie in Australien vor. In vielen Gegenden fliegen die Falter lediglich ein. Es ist davon auszugehen, dass das eigentliche Fortpflanzungsgebiet vor allem in den Steppen der Subtropen liegt. Das bedeutet, dass Distelfalter in Europa insbesondere im Mittelmeerraum tatsächlich bodenständig sind (sich dort dauerhaft fortpflanzen).

Sonstiges
Die Raupen des Distelfalters findet man oft an der Großen Brennnessel (Urtica dioica), sie ist eine der wichtigsten Futterpflanzen der Larven dieser Schmetterlingsart. Darüber hinaus werden unter anderem Wegerich (Plantago) und Malvengewächse (Malvaceae) als Nahrungspflanzen genutzt.

Erwachsene Falter suchen im Sommer oft Distelblüten (unter anderem Cirsium) und den bei etlichen anderen Arten ebenfalls sehr beliebten Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii) zum Trinken von Nektar auf.

Das Zugverhalten der Distelfalter wird aktuell noch intensiver erforscht. Bislang ist bekannt, dass die Tiere sich den Wind zu Nutze machen und sich von ihm tragen lassen. So gelingt es ihnen, mit geringem Kraftaufwand weite Strecken zurückzulegen und so in entfernte Regionen vorzudringen. Man kann davon ausgehen, dass sie sich in den so erreichten Gebieten vermehren. Später im Jahr wandern die erwachsenen Tiere dann aber wieder gen Süden, um in wärmeren Regionen zu überwintern."

 

( Zitiert aus: https://nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/tagfaltermonitoring/tagfalter-nrw/22568.html)

 

(Fotografiert im Garten der Jagdschule am 30.07.2019)