Wie bejagen wir Schwarzwild im Sommerhalbjahr während der Vegetationsperiode richtig?

 

Auf diese Frage kann man mittlerweile viele unsinnige Vorschläge hören und lesen.

Selbstverständlich verursacht Schwarzwild hohe Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen. Selbstverständich helfen wir unseren Jagdgenossen solche Schäden möglichst zu vermeiden. Ansitze an Feldern und Wiesen, sind daher absolut notwendig.

Richtig ist es, wenn eine Rotte auftaucht, dass wir dann einen Frischling schießen.

Die Leitbache, klar das "Gehirn" der Rotte, zieht die richtigen Schlüsse und wird dieser "gefährlichen" Stelle künftig fernbleiben und hier keinen Schaden mehr anrichten.

Passiert das an den Feldern und Wiesen immer wieder und verzichtet man auf gleichzeitig auf Abschüsse im Wald, wird die Rotte im Idealfall tatsächlich im Wald bleiben, wo Schwarzwild ja keinen Schaden anrichten kann.

Der Vorschlag möglichst die Bache zu erlegen, weil der Jäger dann mehr Chancen hat die unbedarften Frischlinge leichter zu erlegen, ist immer wieder zu hören, leider aber wenig schlau. Zwar lassen sich die Frischlinge tatsächlich leichter erlegen, doch werden sie, bis sie alle erlegt sind, ungeführt viel höheren Schaden auf Feldern und Wiesen anrichten.

Damit sich so aber das Schwarzwild nicht unverhältnismäßig stark vermehrt, müssen unbedingt im Winter große revierübergreifende Treibjagden auf Sauen durchgeführt werden.