Heimische Sträucher

Gewöhnliche Waldrebe

(Clematis vitalba)

 

Sie gehört zu den Lianen, besitzt verholzende, kletternde Sprossachsen, die einen Durchmesser von bis zu 6 cm erreichen können. Die Pflanze klettert an Bäumen bis in eine Höhe zwischen einem und zehn Metern empor. Bei der Samenbildung bleiben die haarigen Stempel erhalten und dienen, wenn die Früchte reif sind, als Flugapparat.

Die Blütezeit reicht von Juli bis September.

Die Fruchtreife beginnt im September, ist aber erst in den Wintermonaten abgeschlossen. Die Früchte bleiben über Winter stehen, denn sie können überwiegend erst bei den starken Winden im Frühjahr fortgeweht werden. Die langlebigen Samen sind Kältekeimer.

Die Gewöhnliche Waldrebe kann die bewachsenen Pflanzen durch ihr Gewicht und Lichtentzug bis zum Absterben schädigen.

Sie ist eine Pionierpflanze und bevorzugt frische bis feuchte, lichte Edellaubwälder und Gebüsche, besonders Auwälder, Waldränder. Sie gilt als Stickstoffanzeiger.

(Fotografiert im Praxisunterricht im Lehrrevier Böbing)

Roter Holunder

( Sambucus racemosa)

 

Er wächst gerne an schattigen Orten in Wäldern und Waldrändern auch in Gebüschen und auf Lichtungen ist er zu finden.

Er wächst auf nährstoffreichen, frischen, auch steinigen, mittelgründigen Lehmböden, die kalkarm sein müssen. Der Strauch kommt von der Ebene bis in Gebirgshöhen von 1.800 m NHN vor. In Kahlschlägen kann er zusammen mit der Himbeere und anderen Stickstoffzeigern in Massen auftreten.

Vögel ernten die saftigen, ab Juli scharlachroten Beeren schnell ab und verbreiten sie. Für Menschen sind die Beeren in rohem Zustand ungenießbar.

Er ist ein wichtiges Vogelnist- und Nährgehölz, sowie eine Schmetterlingsfutterpflanze. Auch zahlreiche Säugetierarten fressen seine Früchte.

(Fotografiert im Praxisunterricht im Lehrrevier Böbing)