Rotfuchs

(Vulpes vulpus)

Notwendigkeit der Fuchsbejagung?

Immer wieder gibt es in der Öffentlichkeit Diskussionen darüber, ob der Fuchs bejagt werden soll oder nicht.

 

Zwei Argumente gegen die Bejagung sind häufig zu hören:

  • Er ernährt sich im wesentlichen von Mäusen, das macht ihn nützlich und wird von Landwirten gerne angeführt.
  • So ein intelligentes und interessantes Lebewesen darf nicht bejagt werden, die Natur regelt das selbst.

Ich halte dennoch eine Bejagung für sehr sinnvoll, ja geradezu für unumgänglich. Die Verpflichtung zur Hege des Wildes gilt hier ganz besonders.

 

Im § 1, Absatz 2 des Bundesjagdgesetzes heißt es:

 

"Die Hege hat zum Ziel die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepaßten artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen..."

 

  • Gerade unsere Wiesenbrüter, aber auch der Feldhase gelten als sehr gefährdet.

 

Im wesentlichen ist der Rückgang sicher auf Umweltfaktoren zurückzuführen, dennoch

 

  •  auch die Begrenzung von Prädatoren bzw. Nesträubern entspricht der jagdlichen Hegeverpflichtung.

 

 

Fuchsfähen wölfen in der Regel 4 - 8 Welpen. Natürliche Feinde gibt es keine (außer Steinadler und Wolf)

 

  • Dies führt zu einer allzu hohen Populationsdichte,

 

Zwar fallen viele Füchse dem Straßenverkehr zum Opfer, aber sollen Auro- oder Motorradfahrer ihre Gesundheit auf Spiel setzen um überhöhte Wildbestände zu reduzieren

 

  • oder wollen wir nicht vorsorglich überhöhte Bestände reduzieren, 
  • die wiederum die Ausbreitung von Krankheiten (etwa der Fuchsräude) begünstigt. Sie hat ganze Populationen ausgerottet.
  • Ziel der Hege ist aber s.o. die Erhaltung eines gesunden Wildbestandes, den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepasst.
  • Ist es tierfreundlich, auf die Hilfe der Natur zu setzen, die grausam mithilfe von Krankheiten zu hohe Populationen beseitigt?

Marderhund

(Nyctereutes procyonoides)

Der Marderhund - auch Enok genannt- stammt eigentlich aus Ostasien und ist ein Neozoon bei uns. Ausgesetzt wurde er von sowjetischen Pelztierjägern ursprünglich auch in der Ukraine, von wo er sich unaufhaltsam nach Westen verbreitet hat. Er lebt gerne in Gewässernähe auf und bevorzugt tiefere Lagen. 

Im Winter hält er Winterruhe, ganz im Gegensatz zum Fuchs und benutzt gerne verlassene Fuchs- oder Dachsbaue.

In Bayern ist dieser Hundeartige ins Jagdrecht aufgenommen worden und darf ganzjährig bejagt werden, ohne Rücksicht auf führende Elterntiere.